Spukhaus

Unerklärliches Gepolter, Stimmengewirr und plötzlich aufspringende Fenster. So soll es gemäss der Spukdokumentation von alt Nationalrat Melchior Joller im 19. Jahrhundert im Haus an der Unteren Spichermatt zugegangen sein. Erbaut wurde es von der Stanser Widerstandskämpferin Veronika Gut, nachdem die Franzosen 1798 ihr Haus abgebrannt hatten. Im ganzen Kanton als «Gschpeischterhuis» bekannt, erlangte es durch Parapsychologie-Forschung internationale Berühmtheit. Trotzdem entschied 1997 die Direktion des Innern, auf Wunsch der damaligen Besitzerin, das Haus aus dem provisorischen Schutzinventar zu streichen.

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Denn aus architektonischer Sicht war das Veronika-Gut-Haus nicht schützenswert. Nach dem Verkauf der Liegenschaft drohte plötzlich der Abbruch. Die Kommission für Kultur und Denkmalpflege intervenierte beim Regierungsrat.
Unser Verein unterstützte diese Forderung mit einer erfolgreichen Unterschriftensammlung und der Veröffentlichung eines Protestinserats im Nidwaldner Blitz. Eine Podiumsdiskussion führte Gesprächspartner zusammen. Ist ein kulturgeschichtliches Erbe nicht auch schützenswert? Doch der Regierungsrat ruderte nicht mehr zurück, der Abbruch war beschlossene Sache.

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